Solidarische Grüße nach Magdeburg – zum Demokratiefestival und zum Hochschulblock gegen den Frontalangriff auf Hochschulen und Zivilgesellschaft
Im Juni 2026 waren Studierende und Lehrende der Hochschule Düsseldorf und des [ˈmoːlə] »Modellprojekt Lehrkonzept« zu Gast an der Hochschule Magdeburg-Stendal, beim Studientag Soziale Arbeit gegen Rechtsextremismus. Schon damals zeichnete sich einmal mehr ab, wie wichtig es sein wird, auch über regionale Bündnisse und Vernetzungen hinaus, Seite an Seite zu stehen: für eine scientific community, die für Räume der Qualifizierung und Forschung für eine solidarische Gesellschaft der Vielen steht.
Nun sind am 6. September 2026 Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, die ersten Landtagswahlen in diesem Herbst. Am 20. September werden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern folgen.
Für die Wahl am jetzt kommenden Sonntag ist davon auszugehen, dass die Alternative für Deutschland mit ihrem für Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem zu betrachtenden Landesverband einen erheblichen Aufwuchs an Landtagsmandaten wird erlangen können. Rechte Politik und grund- und menschenrechtsfeindliche Positionen werden parlamentarischen Boden zu gewinnen versuchen. Mit womöglich einschneidenden Folgen.
Zugleich machen sich Vertreter*innen und Strukturen einer emanzipatorischen Zivilgesellschaft im Bündnis »sachsen-anhalt WELTOFFEN« schon seit geraumer Zeit (laut-)stark auf den Weg, der Zuspitzung eines autoritären Nationalismus und seinem Zugriff zu politischer Macht entgegenzutreten. Für den Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rufen zivilgesellschaftliche Vereine und Organisationen der politischen Bildung, der Gemeinwesenarbeit, der Kinder- und Jugendarbeit oder der Kulturarbeit, Gewerkschaften und Kirchen, Wissenschaftler*innen und engagierte Einzelpersonen dazu auf, sich dem Demokratiefestvial am 5. September 2026 in Magdeburg anzuschließen. Teilnehmen wird auch ein Hochschulblock!
Diesem Aufruf, auch die Stimmen aus Lehre, Forschung und Hochschulcommunity auf die Straße zu tragen, schließen wir uns ausdrücklich an. Wir werden nicht persönlich vor Ort sein können. Unsere Solidarität und Unterstützung erreicht die Kolleg*innen, Studierenden und Strukturen der Hochschulen und Universitäten in Sachsen-Anhalt für den Augenblick also ›nur aus der Ferne‹. Umso nachtrücklicher möchten wir uns für Vernetzung, für Schulterschlüsse und solidarische Unterstützung einsetzen. Der Hochschulblock setzt dafür ein kraftvolles Zeichen.