Aktuelles

Im Sommer 2026 ist Zeit für neue Orte!

Die Ausstellung »Stopp. Zuhören. Begegnen.« ist eine Wanderausstellung, die bei Vereinen, Kulturfestivals, Initiativen oder in kommunalen Kulturräumen zu Gast sein kann – auf den Straßen, im Hörsaal, in der Schule oder auf dem Markplatz. Sie nimmt Platz im öffentlichen Raum, dort, wo Passant*innen und Besucher*innen zu ihr kommen oder auf ihren täglichen Wegen innehalten – für Zuhören und Begegnen.

Für Informationen zur Ausleihe steht die Email-Adresse mail [at] stopp-zuhoeren-begegnen [dot] de zur Verfügung.

Impressionen von bisherigen Ausstellungsorten auf der Ausstellungswebseite unter »Aktuelles & Dokumentation«

Stopp. Zuhören. Begegnen.

Eine Ausstellung und künstlerische Intervention zu Geschichte und Gegenwart von Erinnern und Handeln zu rechter Gewalt in Nordrhein-Westfalen

Seit September 2023 widmet sich das Ausstellungsprojekt »Stopp. Zuhören. Begegnen.« der Geschichte und Gegenwart des Erinnerns und der Sichtbarkeit der Spuren rechter Gewalt in Nordrhein-Westfalen. Überlebende, Familien, Angehörige und Freund*innen von Betroffenen und Opfern rechter Gewalt, solidarische Menschen und Vertreter*innen lokaler Initiativen kamen für einen intensiven Austausch ins Gespräch mit Künstler*innen, Kurator*innen, Designer*innen, und Unterstützer*innen. Entstanden sind zwei eindrückliche Arbeiten:

»Zurückschauen. Stimmen, die bleiben« – eine temporäre öffentliche Skulptur der Künstlerin Cana Bilir-Meier, der Kuratorin Chana Boekle und der Grafikerin Silvia Troian und

»Hört mir zu. Dieses Lied ist ein Denkmal« – eine Sound-Installation der Künstlerin Talya Feldman und des Sounddesigners Carlos Ángel Luppi, mit Aufnahmen von Ozan Ata Canani, Berivan Kaya und Microphone Mafia.

Sie formen eine audio-visuelle Erzählung über Resilienz und Widerstand, über die Kämpfe um ein selbstbestimmtes Gedenken und das Anerkennen der politischen Motive rechter Gewalt.

Im Juni 2024 wurde die Ausstellung ein erstes Mal präsentiert: Am 23. und 24. Juni 2024 auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz in Dortmund. Es folgten Stationen in Duisburg beim Fest der Vielen, auf der Keupstraße in Köln, auf dem Bielefelder Kesselbrink im Programm des Festivals Denken.Fühlen.Handeln der Universtät Bielfeld, am Duisburger Hafen auf Einladung des Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE), an der Hochschule Düsseldorf und als Teil einer interdisziplinären Raumergreifung in der ehemaligen Düsseldorfer Zionskirche – und zuletzt in den Räumen der Zentralbibliothek Hamm, im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Auf den Spuren von Widerstand und Resilienz zu rechter Gewalt ergreift die Ausstellung »Stopp. Zuhören. Begegnen.« an all diesen Orten das Wort:

als künstlerische Intervention im öffentlichen Raum,

Präentiert und dokumentiert wird sie außerdem auf der Ausstellungswebpage.

»Stopp. Zuhören. Begegnen.« wird umgesetzt am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus | Neonazismus der Hochschule Düsseldorf (FORENA). Die Idee wurde angestoßen im Sommer 2020, auf Initiative der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW. Dort entstand ein erstes Konzept, wichtige Schritte der Recherchen konnten angestoßen werden. Nach den durch die Covid19-Pandemie eingeschränkten Zeiten konnte die Arbeit mit neuer Kraft aufgenommen werden – die Idee der Umsetzung als künstlerische Intervention im öffentlichen Raum erweiterte bald die Blickwinkel und Fragen. Die Ausstellung »Stopp. Zuhören. Begegnen.« macht sich seit dem Sommer 2024 auf den Weg, die Erzählung einer erinnerungspolitischen Einmischung sicht- und hörbar zu machen.

»Stopp. Zuhören. Begegnen.« ist Teil des Projektes »Gedenk(stätten)Arbeit für eine Gesellschaft der Vielen«. Teil des »Gedenk(stätten)projektes« war auch die Fachtagung »Rechtsextremismus als Thema der Bildungsarbeit an NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorten in NRW«, die im November 2023 an der Hochschule Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof, stattfinden konnte.
Beide Projekt-Schwerpunkte greifen das aktive Erinnern und Gedenken als positionierte und widerständige Praxis auf, an Gedenkstätten zur NS-Geschichte und als Interventionen in unsere Alltage vor Ort.

Das Projekt wird gefördert von der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Nordrhein-Westfalen im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und aus Mitteln des Bundesprogrammes Demokratie leben!

Kontakt: mail(at)stopp-zuhoeren-begegnen.de

Ansprechpartner*innen bei forena: Katharina Ruhland (bis August 2024) und Anke Hoffstadt