15 Jahre Wehrhahn-Bombenanschlag in Düsseldorf. Ein Rück- und Ausblick. Dienstag, 26. Mai 2015, 20 Uhr, Kulturzentrum ZAKK, Fichtenstr. 40, Düsseldorf Informations- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Reihe „INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf“

Am 27. Juli 2000 explodierte auf dem S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn ein professionell, aber nicht industriell gefertigter Sprengsatz, zehn Menschen, unter ihnen sechs jüdische AuswandererInnen aus Ländern der ehemaligen UDSSR, wurden – teilweise schwer – verletzt. Auch wenn damals – anders als bei den NSU-Anschlägen wie dem in der Kölner Keupstraße – bis in die Bundesregierung hinein ein extrem rechter Hintergrund für möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich angesehen wurde, so sind die Hintergründe des Anschlags und die TäterInnen bis heute unbekannt.

Der Ende Oktober 2014 vom Landtag NRW eingerichtete Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) zum Themenkomplex NSU wird sich – wann auch immer – des Themas Wehrhahn-Anschlag annehmen und untersuchen, ob möglicherweise ein „Fehlverhalten nordrhein-westfälischer Sicherheits- und Justizbehörden“ vorgelegen hat.

Die Veranstaltung am 26. Mai möchte sich vor diesem Hintergrund mit dem Wehrhahn-Anschlag beschäftigen und zugleich deutlich machen, dass die Opfer des Anschlags nicht in Vergessenheit geraten sind und dass die Arbeit des NSU-PUA mit großem Interesse verfolgt wird. Was ist damals genau passiert, wer waren die Opfer, was ist über Ermittlungsergebnisse bekannt? Würde der Anschlag in neonazistische Terrorkonzepte passen? Was folgt aus all dem für die Behandlung des Themas im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss?

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“Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!“ Informationsveranstaltung zu PEGIDA und daraus resultierende Herausforderungen für Schule und Unterricht. 27.04.2015, DGB-Haus, Friedrich Ebert Straße 34-18, 40210 Düsseldorf

PEGIDA und ähnliche rechtspopulistische Bewegungen stellen „ein niedrigschwelliges Angebot gegen Asylsuchende“ und Muslime dar, das sich „öffentlichkeitswirksam als die seriösere und erklärtermaßen gewaltfreie Alternative“ zu „Hooligans gegen Salafisten“ präsentiert, so der Rechtsextremismus-Forscher Alexander Häusler.

Bei der Veranstaltung werden die Entstehungsgeschichte, die aktuelle Situation sowie Positionen u. Personal dieser rechtspopulistischen Initiativen kritisch beleuchtet. Alexander Häusler und Adelheid Schmitz (Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der FH Düsseldorf) setzen sich mit dem Kampfbegriff „Islamisierung“ der PEGIDA-Bewegung und ihrer UnterstützerInnen auseinander und fragen: „Was wird gesagt – was ist gemeint?“ Im Anschluss daran werden Handlungsperspektiven für die Schule zur Diskussion gestellt.

Seminarort: DGB-Haus, Friedrich Ebert Straße
34-18, 40210 Düsseldorf
Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulformen,
sozialpädagogische Fachkräfte, Studierende
Seminarnummer.: D17-158111-195
Seminarkosten: Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.
Termin: Montag, 27.04.2015, 16.00h bis 19.30h

Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerks
NRW e.V. in Kooperation mit FORENA

flyer und Anmeldung:

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“Das Unwort erklärt die Untat”

Virchow, Fabian / Thomas, Tanja /Grittmann, Elke: “Das Unwort erklärt die Untat”. Die Berichterstattung über die NSU-Morde – eine Medienkritik.

Arbeitsheft 79 der Otto Brennner Stiftung

Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass die Mordserie an Menschen mit Migrationshintergrund und weitere Gewaltverbrechen vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) verübt worden waren.  Staatliche Behörden hatten ein Jahrzehnt lang in die falsche Richtung ermittelt. In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob auch Medien bei der Aufdeckung der Hintergründe der NSU-Mordserie versagt haben.

Die Studie rekonstruiert nicht nur die Medienberichterstattung über die NSU-Mordserie. Das Autorenteam fragt darüber hinaus nach den redaktionellen Bedingungen der Berichterstattung und unterbreitet Vorschläge, die Eingang in die journalistische Aus- und Weiterbildung finden sollten.

Grundlage der Studie ist die Analyse der Berichterstattung zwischen September 2000 und November 2011. Rund 300 Beiträge und 290 Bilder in der deutsch- und türkischsprachigen Presse in Deutschland wurden ausgewertet. Ergänzend wurden medienkritische Analysen herangezogen und Experteninterviews mit Journalisten geführt.

Download als PDF:

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FORENA-Fachtagung am 19.02.2015

Politische Positionierung und Entwicklung der Partei “Alternative für Deutschland”
Am 19.2.2.05 veranstaltet FORENA gemeinsam mit dem Stiftungsverbund der Heinrich Böll Stiftung und in Kooperation mit dem DGB Nordrhein-Westfalen eine Fachtagung zur politischen Positionierung und Entwicklung der Partei “Alternative für Deutschland“.
Ziel der Tagung ist, Kenntnisse und Positionen über die Ausrichtung der AfD im politischen Feld (Wirtschaftliberalismus, Nationalkonservatismus, Rechtspopulismus etc.), ihr Verhältnis zum Spektrum der extremen und der Neuen Rechten sowie ihr Wirken im Kontext neuer rechter Protestkulturen (“Pegida”, “besorgte Eltern” etc.) zu erörtern.
Zeit: Do., der 19.2.2015 von 10:00-18:00 Uhr

Ort: Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, Universitätsstr. 1, Geb. 24.21
Programm und Anmeldung hier:

FORENA-Fachtagung_20150219

 

Forena-Forum – Ausgabe 3

Ab sofort steht die dritte Ausgabe des Forena-Forums zum Download bereit.

Das Forena-Forum informiert über Aktuelles aus dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/ Neonazis der Fachhochschule Düsseldorf.

Forena Forum – Ausgabe 3 als PDF herunterladen

Forena-Nachwuchspreis verliehen

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt vier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden am 13. November von der Forschungsstelle Rechtsextremismus/Neonazismus für ihre Forschungsarbeiten über rechtsextremistische Phänomene ausgezeichnet.

Zum zweiten Mal nach 2012 hat der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) Mitte November Preise an junge Wissenschaftler*innen vergeben, die sich in herausgehobener Weise mit Entwicklungen der extremen Rechten, Phänomen des Nationalismus und Antisemitismus sowie Erscheinungen strukturellen oder alltäglichen Rassismus nach 1945 befasst haben. Aus den zwanzig eingesandten Arbeiten, die ein breites disziplinäres Spektrum von Politikwissenschaften und Soziologie über Kommunikationswissenschaft und Geschichtswissenschaft bis zu Erziehungswissenschaften und Psychologie abdecken, hat die Jury in einem kurvenreichen Diskussionsprozess in einem soliden Konsens die auszuzeichnenden Arbeiten ausgewählt. weiterlesen

“Rechte Szene hofft auf zweites Köln”

Ist die rechte Szene im Aufwind? Die Hooligan-Krawalle in Köln hätten zwar für Entsetzen gesorgt, aber auch für Aufmerksamkeit und für Anerkennung von rechts, so Rechtsextremismus-Forscher Fabian Virchow im DW-Interview. 29.10.2014
Interview als PDF
Virchow_ ″Rechte Szene hofft auf zweites Köln″ _ Deutschland _ DW.DE _ 29.10

50 Jahre extreme Rechte in der Bundesrepublik

Tageskonferenz: 50 Jahre kritische Auseinandersetzung mit der extremen Rechten in der Bundesrepublik

Datum: 28. November 2014
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Leibniz Universität Hannover

Eine Veranstaltung von:
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien
Forschungsschwerpunkt Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung

Fachhochschule Düsseldorf
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus

Leibniz Universität Hannover
Institut für Didaktik der Demokratie

Anmeldung bis 15. November unter:
KonferenzHannover@gmx.de

Programm

Wutbürger-Partei AfD

Eine aktuelle Einschätzung zur Partei “Alternative für Deutschland. Von Alexander Häusler.
Erschienen in der Sächsischen Zeitung vom 26.09.2014.

zum Artikel

Die AfD nach den ostdeutschen Landtgswahlen

Ein Kommentar von Alexander Häusler
für das Online-Portal der Heinrich-Böll-Stiftung

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