Fataler Wiederaufstieg des Nationalismus

Ein Kommentar von FORENA-Mitarbeiter Alexander Häusler zur Europawahl in tz München v. 12.04.2014

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Rechtspopulismus in Europa

Das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Erbert-Stiftung hat die 2. Ausgabe der Handreichung “Vision Europa” herausgegeben, die sich mit dem Rechtspopulismus in Europa auseinandersetzt.

Im Interview auf Seite 3 nimmt FORENA-Mitarbeiter Alexander Häusler Stellung zur Partei “Alternative für Deutschland”.

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Der Erinnerungs- und Lernort “Alter Schlachthof”

Der Erinnerungs- und Lernort “Alter Schlachthof” auf dem neuen Campus der Fachhochschule Düsseldorf

Stadt-Zeitung. Info der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft des Stadtverbandes Düsseldorf. 01/2014.

Link zum Artikel: http://pf.pic-develop.de/gewd/index_GEW_GEW_Zeitung_0413.html#/26

 

 

“Persilschein für rassistische Kampagnen”

Euphorisch reagieren Europas Rechtspopulisten auf das Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung. Die AfD fordert schon ein Zuwanderungsrecht nach Schweizer Modell. Politologen fürchten einen Rechtsruck bei der Europawahl.

Artikel im Handelsblatt vom 10.02.2014: http://www.handelsblatt.com/politik/international/schweizer-votum-persilschein-fuer-rassistische-kampagnen/9457338.html

Forena Forum – Ausgabe 1

Das Forena Forum informiert ab sofort über aktuelles aus dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus / Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf. Die Publikation erscheint von nun an etwa alle vier Monate ergänzend zu unserer Internet-Präsenz und wird im pdf-Format per e-mail sowie als Druckfassung verbreitet. Außerdem ist sie auch im pdf-Format zum Download auf unserer Homepage abrufbar.

Das Forena Forum zum Download: forena-forum-ausgabe-01

Fachtag “Zuwanderung und Antiziganismus. Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven” am 4.4.2014 an der FH Düsseldorf

Die Öffnung des EU-Arbeitsmarktes auch für Menschen aus Rumänien und Bulgarien stellt eine der großen Herausforderungen für Europa insgesamt dar. Auswirkungen zeigen sich vor allem in Kommunen, in denen sich arme und wenig qualifizierte Menschen ansiedeln, Wohnungen und Arbeit suchen, die Kinder in Schulen gehen sollen oder soziale Unterstützung erforderlich ist. Einige Kommunen und Bildungseinrichtungen fühlen sich angesichts der Zuwanderung überfordert und brauchen Unterstützung.

Gegenwärtig wächst in der Bevölkerung die Ablehnung gegenüber Sinti und Roma. Sie sind eine europaweit diskriminierte Minderheit und – anders als viele Flüchtlinge und Asylsuchende aus Kriegs- und Krisenregionen – Bürger und Bürgerinnen eines vereinten Europas. Die Wahrnehmung dieser Gruppe ist oftmals verzerrt und schwankt zwischen Vorurteilen, prinzipieller Ablehnung, offenem Rassismus und Verklärung.

Gerade vor den Europa- und Kommunalwahlen werden durch die extreme Rechte sowie im öffentlichen politischen Diskurs bewusst Ängste geschürt, rassistisch aufgeladen und so die Konflikte vor Ort verschärft.

Der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf (FORENA) will mit diesem Fachtag, der gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung NRW, dem Paritätischen in Nordrhein-Westfalen, Terno Drom und fiftyfifty durchgeführt wird, unterschiedliche Erscheinungsformen und Auswirkungen eines jahrhundertealten Antiziganismus beleuchten. Zentral wird die Frage sein, welche politischen und pädagogischen Handlungsstrategien entwickelt werden müssten, damit kein neuer Nährboden für Diskriminierung, Antiziganismus und Rassismus bereitet wird.

Flyer Fachtag

Anmeldung bis zum 20. März 2014
www.fh-duesseldorf.de/forena_anmeldung


 

Veranstaltungshinweis: Faszination und Verachtung.

Termin: 6.2.2014, 18.00h – 21.00h

Veranstaltungsort: DGB-Haus, Friedrich- Ebert-Straße 34-38, Düsseldorf

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal (Universität Bielefeld) beleuchtet die Ausgrenzung von Roma und Sinti über einen Zeitraum von 600 Jahren bis in die Gegenwart. Seit mehr als 20 Jahren hat er dazu geforscht. Sein Buch dazu wurde 2013 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.

In einem multimedialen Vortrag mit Musik- und Literaturpassagen zeigt er, wie vorurteilsbeladene Mythen, Bilder und Geschichten in der Literatur entstehen, wie sie unsere Wahrnehmung beeinflussen und welche Auswirkungen diese Klischees haben.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion geht es um die aktuellen Herausforderungen durch die Zuwanderung insbesondere aus Südosteuropa.

Zentral ist die Frage, welche Folgen dies hat und wie insbesondere in den Kommunen, in den eigenen Arbeits- und Lebensbereichen angemessen darauf reagiert werden müsste, damit Antiziganismus und Rassismus kein neuer Nährboden bereitet wird.

Podiumsdiskussion mit:

  • Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal
  • Merfin Demir (Koordinator von Terno Drom, interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma in NRW
  • Leyla Özmal, Phoenix e.V. für eine Kultur der Verständigung

Bei dieser Veranstaltung kooperiert FORENA mit dem DGB-Bildungswerk, der GEW, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

kostenlose Anmeldungen: DGB-Bildungswerk NRW e.V., Bismarckstr. 77, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/17523-210

e-mail: ADzeladini@dgb-bildungswerk-nrw.de

Internationaler Holocaust-Gedenktag (27.01.2014)

Am Montag, 27. Januar 2014, um 18 Uhr wird anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages der 98-minütige Dokumentarfilm von Jürgen Hobrecht „’Wir haben es doch erlebt …’. Das Ghetto von Riga“ in der BlackBox des Filmmuseums, Schulstraße 4 gezeigt.

Der  Film erzählt von der Verschleppung von ca. 24.606 Juden aus dem Deutschen Reich nach Riga. Etwa 20.000 werden ins das sogenannte „Reichsjudenghetto“ gesperrt, mehr als 4.500 werden direkt nach der Ankunft in Riga erschossen. Bevor die deutschen, österreichischen und tschechischen Juden in das Ghetto kommen, wird das lettische Ghetto liquidiert. Beinahe 27.000 lettische Juden werden in einer zweitägigen „Aktion“ erschossen, um Platz für die Juden aus dem Reich zu schaffen. Zeitzeugen erzählen von dem Massaker, dem Leben im Ghetto und vom Überleben mit dem Trauma.

Der Filmemacher Jürgen Hobrecht hat über viele Jahre hinweg die Spuren der mit dem Namen „Riga“ verbundenen Verbrechen und die mit ihnen verbundenen Schicksale recherchiert. Seine erschütternde Dokumentation begibt sich an die Orte des Geschehens in Lettland, zeigt aber auch, wie akribisch die Deportationen in Deutschland vorbereitet wurden.

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Katholischen und der Evangelischen Kirche, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, dem AStA der Fachhochschule Düsseldorf und dem Erinnerungs- und Lernort “Alter Schlachthof” der FH Düsseldorf.

Der Eintritt ist frei.

Save the Date: 04.04.2013

Zuwanderung und Antiziganismus

Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven

Fachtag

4. April 2014, 9.30h – 17.00h

Fachhochschule Düsseldorf

Veranstalter:

FORENA – Forschungsschwerpunkt

„Rechtsextremismus/Neonazismus“

an der FH Düsseldorf

in Kooperation mit:

Heinrich Böll Stiftung NRW

Der Paritätische in Nordrhein-Westfalen

fiftyfifty

Terno Drom


Tagungsort:

Fachhochschule Düsseldorf, FB 6

Universitätsstr. 1, Geb. 24.21

40225 Düsseldorf

 

Die EU-Erweiterung mit Öffnung des Arbeitsmarktes auch für Menschen aus Rumänien und Bulgarien stellt eine der großen Herausforderungen für Europa insgesamt dar. Auswirkungen zeigen sich in der Bundesrepublik vor allem in Kommunen, Stadtteilen und Quartieren, in denen sich arme und wenig qualifizierte Menschen aus Rumänien und Bulgarien ansiedeln, Wohnungen und Arbeit suchen, die Kinder in Schulen gehen sollen oder soziale Unterstützung erforderlich ist.

Angesichts der Zuwanderung wächst gegenwärtig die Ablehnung insbesondere gegenüber Sinti und Roma. Sie sind eine europaweit diskriminierte Minderheit und – anders als viele Flüchtlinge und Asylsuchende aus Kriegs- und Krisenregionen – Bürger und Bürgerinnen eines vereinten Europas. Die Wahrnehmung dieser Gruppe ist oftmals verzerrt und schwankt zwischen Vorurteilen, prinzipieller Ablehnung, offenem Rassismus und Verklärung. Vorurteile und Vorbehalte bestimmen zunehmend die aktuelle Debatte über Zuwanderung. Einige Kommunen und Bildungseinrichtungen fühlen sich überfordert und brauchen Unterstützung.

Die extreme Rechte, aber auch einzelne Parteien und Gruppen aus dem demokratischen Spektrum schüren gerade vor den Europa- und Kommunalwahlen bewusst Ängste, laden sie rassistisch auf und verschärfen so die Konflikte vor Ort.

Der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf (FORENA) will mit diesem Fachtag, der gemeinsam mit dem Paritätischen in Nordrhein-Westfalen, der Heinrich Böll Stiftung NRW, Terno Drom und fiftyfifty durchgeführt wird, unterschiedliche Erscheinungsformen und Auswirkungen eines jahrhundertealten Antiziganismus beleuchten. Zentral wird die Frage sein, welche politischen und pädagogischen Handlungsstrategien entwickelt werden müssten, damit kein neuer Nährboden für Diskriminierung, Antiziganismus und Rassismus bereitet wird.

Detailliertes Programm erscheint in Kürze!

Vortrag Dr. Bastian Fleermann (23.01.2014, 18.00 Uhr, Café Freiraum)

Donnerstag 23.01.2014 18:00 Uhr Vortrag

Dr. Bastian Fleermann | Die Düsseldorfer Deportationen. Geschichte und Erinnerung

Der alte Schlachthof mit seiner Großviehhalle sowie die nicht mehr existenten Verladerampen des ehemaligen Güterbahnhofs Düsseldorf-Derendorf waren zwischen 1941 und 1944 Schauplätze der – wie es damals hieß – „Judenevakuierungen“, also der gewaltsamen Verschleppungen von bis zu 8.000 jüdischen Menschen aus der gesamten Region. Wie gingen diese Deportationen vor sich, wer war hierfür verantwortlich und wohin führten sie? Der Vortrag greift diese Fragen auf und bemüht sich um Antworten. Er nimmt die Orte der von Düsseldorf aus erfolgten Deportationen in den Blick und fragt nach dem Umgang mit diesem Aspekt der Stadtgeschichte in den Jahrzehnten nach 1945. Erst 70 Jahre nach den Ereignissen konnten neue und würdige Formen des Erinnerns realisiert werden, um die historischen Orte zu markieren: Am Güterbahnhof wurde 2012 ein großes Mahnmal eingerichtet, und auch der bis 2015 abgeschlossene Neubau der Düsseldorfer Fachhochschule auf dem alten Schlachthofgelände wird die Vergangenheit mit einem aktiven Lern- und Erinnerungsort berücksichtigen.

Dr. Bastian Fleermann, Historiker, Jahrgang 1978, Studium in Bonn, arbeitet seit 2007 an der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, seit 2011 leitet er das Institut.

Datum: 23.01.2014, 18.00 Uhr
Ort: Café Freiraum – FHD (Campus Nord) – Josef-Gockeln-Straße 9 (links neben Haupteingang)
Eintritt: frei

Der Vortrag ist Teil einer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung: “Deportiert ins Ghetto. Die Deportationen der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)”, organisiert vom AStA, in Kooperation mit dem Erinnerungsort “Alter Schlachthof” der FH Düsseldorf und der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf.

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