ein Beitrag von A. Häusler im Materialheft zur Interkulturellen Woche 2013
ANTIZIGANISMUS –
EIN VERKANNTER ALLTÄGLICHER RASSISMUS
Alexander Häusler
Sinti und Roma sind in Europa massiver Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Obwohl sie in Deutschland nicht zuletzt aufgrund der NS-Vernichtungspolitik besonderen Schutz genießen müssten, prägen nach wie vor antiziganistische Vorurteile und Anfeindungen hierzulande den Umgang mit dieser ethnischen Bevölkerungsgruppe.
»ZIGEUNER«-BILDER
Die Roma gelten mit 12 Millionen als größte ethnische Minderheit in Europa, in Deutschland leben rund 70.000 alteingesessene Sinti und Roma. Als ethnische Menschengruppe, deren Vorfahren aus Indien vor langer Zeit nach Europa eingewandert sind, kennzeichnet sie mit dem Romanes ein gemeinsamer Sprachursprung. Während die Bezeichnung Roma eine Art Oberbegriff darstellt, existieren für unterschiedliche Abstammungsgruppen auch unterschiedliche Bezeichnungen – so etwa Sinti für deutschsprachige Roma, Manouches für französischsprachige, Kalé für südeuropäische oder Kalderaš für Roma aus Südosteuropa. Ihre Lebensweisen und kulturellen Besonderheiten sind so vielfältig, dass von einer »Roma-Kultur« im engen Sinne gar nicht gesprochen werden kann. Vielmehr sind es die lange existenten rassistischen Stereotype, welche das Bild von den »Zigeunern« erst geschaffen und dann immer weiter tradiert haben. Die seit dem 15. Jahrhundert in Deutschland existente Fremdbezeichnung »Zigeuner« bezog sich auf unterschiedliche ethnische und soziale Gruppen, denen abweichende Verhaltensweisen zugeschrieben wurden, welche dann unter dieser Bezeichnung rassifiziert worden sind: Wildheit, Ungebundenheit und unstete Lebensweisen und Nomadentum ebenso wie das Vorurteil, faul und kriminell zu sein, wurden darunter gefasst und der Gruppe der Roma zugeschrieben, unter dem Begriff »Zigeuner« verallgemeinert und biologisiert. Die Fremdheit wurde demnach durch Zuschreibungen und Diskriminierung erst konstruiert. Dieser Konstruierung erwuchs die Verfolgung, welche institutionell betrieben wurde: Schon im 19. Jahrhundert wurden etwa in Bayern sogenannte Landfahrerzentralen eingerichtet, in denen Sinti und Roma registriert und kontrolliert wurden.
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Nationalismus
Gruppierung am rechten Rand
Sie richten sich gegen Einwanderung, gegen Multikulti und vor allem gegen eine Islamisierung Europas, wie sie es nennen: Die sogenannte “Identitäre Bewegung”, die ihre rechtsgerichteten Parolen im Netz verbreitet.
Lena Breuer und Lasse Andresen über die sogenannte “Identitäre Bewegung“
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“Diese Gruppen machen den Rassismus hip”
Coole Kleidung, design-starke Seiten: so zeigen sich neue rechte Gruppen im Web. Extremismusforscher Alexander Häusler verrät, ob der moderne Anstrich auch rechte Denke verändert hat und ob lässiges Äußeres die Szene zahmer macht.
Bomberjacke und Springerstiefel waren gestern. Rechte sehen heute hip aus, mit coolen Klamotten und gut designten Seiten im Internet. Hat sich mit dem neuen Aussehen auch deren Ideologie verändert?
Von: Christoph Gurk Stand: 17.04.2013
Interview mit Alexander Häusler zum Gründungsparteitag der “Alternative für Deutschland”
SWR2 Journal | 12.4.2013, 8.10 | min
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Seit über zehn Jahren diskutiert die Politik nun schon über Sinn und Zweck eines NPD-Verbots. Wegen der anstehenden Wahlen wird die Debatte für bornierte parteipolitische Scharmützel missbraucht.
Ein Debattenbeitrag von Alexander Häusler in:
The European v. 02.04.2013 Link zum Artikel
Das Euro-Währungsgebiet auflösen – mit dieser Forderung will die “Alternative für Deutschland” (AfD) punkten. Experten werfen den namhaften Gründern der neuen Partei Rechtspopulismus vor. Dass viele Ökonomen das Projekt unterstützen, sei zudem eine “Schande für die Zunft”.
tagesschau.de v. 12.03.2013
Link:
http://www.tagesschau.de/inland/antieuro100.html
pdf:
Mit Anti-Euro-Parolen in den Bundestag_ _ tagesschau
_Die Gefahr liegt in der Verrohung_ _ tagesschau
Im Auftrag des Landesintegrationsrates NRW hat der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus der FH Düsseldorf eine Handreichung zu rechter Hetze gegen Flüchtlinge und Asylbewerber erstellt.
Die Handreichung online:
http://www.laga-nrw.de/data/broschre_gegen_rechte_hetze.pdf
Gegen Multi-Kulti
Die “Identitäre Bewegung”
Sie marschieren vor dem Brandenburger Tor mit gelb-schwarzen Fahnen auf, organisieren Techno-Tanz-Flashmobs und machen in Blogs und bei Facebook mobil: Die “Identitäre Bewegung” sieht sich als Speerspitze einer neuen Bewegung. Bei den “Identitären” präsentiert sich alter Islamhass im neuen Gewand. Was verbirgt sich hinter dieser neuen Jugendbewegung?
3Sat Kulturzeit v. 06.03.2013
Link zur Sendung:
http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/168266/index.html
Beitrag als PDF:
Gegen Multi-Kulti – Die _Identitäre Bewegung_
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