Fachtag “Zuwanderung und Antiziganismus. Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven” am 4.4.2014 an der FH Düsseldorf

Die Öffnung des EU-Arbeitsmarktes auch für Menschen aus Rumänien und Bulgarien stellt eine der großen Herausforderungen für Europa insgesamt dar. Auswirkungen zeigen sich vor allem in Kommunen, in denen sich arme und wenig qualifizierte Menschen ansiedeln, Wohnungen und Arbeit suchen, die Kinder in Schulen gehen sollen oder soziale Unterstützung erforderlich ist. Einige Kommunen und Bildungseinrichtungen fühlen sich angesichts der Zuwanderung überfordert und brauchen Unterstützung.

Gegenwärtig wächst in der Bevölkerung die Ablehnung gegenüber Sinti und Roma. Sie sind eine europaweit diskriminierte Minderheit und – anders als viele Flüchtlinge und Asylsuchende aus Kriegs- und Krisenregionen – Bürger und Bürgerinnen eines vereinten Europas. Die Wahrnehmung dieser Gruppe ist oftmals verzerrt und schwankt zwischen Vorurteilen, prinzipieller Ablehnung, offenem Rassismus und Verklärung.

Gerade vor den Europa- und Kommunalwahlen werden durch die extreme Rechte sowie im öffentlichen politischen Diskurs bewusst Ängste geschürt, rassistisch aufgeladen und so die Konflikte vor Ort verschärft.

Der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf (FORENA) will mit diesem Fachtag, der gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung NRW, dem Paritätischen in Nordrhein-Westfalen, Terno Drom und fiftyfifty durchgeführt wird, unterschiedliche Erscheinungsformen und Auswirkungen eines jahrhundertealten Antiziganismus beleuchten. Zentral wird die Frage sein, welche politischen und pädagogischen Handlungsstrategien entwickelt werden müssten, damit kein neuer Nährboden für Diskriminierung, Antiziganismus und Rassismus bereitet wird.

Flyer Fachtag

Anmeldung bis zum 20. März 2014
www.fh-duesseldorf.de/forena_anmeldung


 

Geschrieben am 10.02.2014 von redaktion in Startseite.
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