„Es brennt! Heil Hitler!“
die tageszeitung.
Artikel v. 23.11.2011
Bekennerschreiben von Nazis.
Die Ermittler in der Neonazi-Mordserie schauten nicht nach rechts, weil es keine Bekennerschreiben gab? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das selten anders war.
HAMBURG taz | Der Anruf war kurz. “In der Mühlenstraße brennt es! Heil Hitler!”, hieß es vor neunzehn Jahren bei der Feuerwehr in Mölln. In der Nacht zum 23. November 1992 warfen in dem schleswig-holsteinischen Kurort zwei Neonazis Molotowcocktails gegen zwei Häuser, in denen türkische Familien lebten. Bahide Arslan, Ayse Yilmaz und Yeliz Arslan starben. Erstmals waren Menschen in Deutschland durch einen Brandanschlag von Neonazis getötet worden.
“Ein Anruf ist eher untypisch nach Anschlägen von Rechtsextremisten”, sagt Fabian Virchow, Leiter der Forschungsstelle Rechtsextremismus an der Fachhochschule Düsseldorf.
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taz v. 23.11.2011